Über die Nachteile des klassischen Supermarkteinkaufs, die Coronakrise und den dadurch beschleunigten Aufstieg der Lebensmittel Online-Shops.

Kein Warten an der Kassa - und weitere Vorteile des Lebensmittel Online Shopping

Schon einmal darüber nachgedacht, wie viel Zeit die Menschen in Österreich durchschnittlich an der Supermarktkasse verbringen? Vor rund zehn Jahren veröffentlichte der europäische Testkaufverband MSPA hierzu die Ergebnisse einer großangelegten Studie. Über 2500 Testkäufer*innen durchstreiften in 24 Ländern Europas die diversen Lebensmittelgeschäfte, um sowohl die Anzahl wartender Kund*innen als auch die jeweilige Wartezeit zu erfassen. Vor allem Deutschland wurde daraufhin – angesichts einer damals üblichen Wartezeit von sieben Minuten pro Einkauf bei 4,72 anstehenden Personen – mit einer „Servicewüste“ gleichgesetzt. Österreich belegte mit 2,5 Wartenden und lediglich 2,7 Minuten Wartezeit hingegen sogar Platz 3 im Ranking1. Eine ähnliche, allerdings eher halbwissenschaftliche Untersuchung eines deutschen Getränkelieferanten zur Fußball-Europameisterschaft 2016 fand heraus, dass jährlich knapp 45 Kilometer an Fußwegen in den Gängen der Supermärkte zurückgelegt werden und die individuellen Wartezeiten aller Europäer*innen zusammen unglaubliche 13 Millionen Jahre – pro Jahr wohlgemerkt – ergeben2.

Indes die Einführung von Handscannern und den sogenannten EAN-Strichcodes in den letzten Jahrzehnten für eine stete Verkürzung des Einkaufs sorgten und mittlerweile gar das Modell der Do-it-yourself-Märkte mehr und mehr Einzug hält, ist und bleibt die Kassenzone Staugebiet Nummer 1. Ein Hauptgrund hierfür liegt in der hohen Barzahlungsrate, welche in österreichischen Lebensmittelgeschäften bei knapp 80 Prozent liegt und als größter Zeitfresser gilt3.

Über smarte Einkaufswägen, Murphys Gesetz & ungünstige Öffnungszeiten

Das Problem des obligaten Zeitverlusts ist den großen Handelsketten selbstverständlich bekannt – und wurde schon mit zahlreichen Gegenmaßnahmen zu ändern versucht, bisher allerdings erfolglos. Auch wenn die bereits erwähnten Selbstbedienungskassen, oder die zuletzt in Deutschland getesteten „smarten“ Einkaufswagen4 tendenziell für schnellere Bezahlvorgänge sorgen, scheint gerade hier „Murphys Gesetz“ immer wieder durchzuschlagen: Alles, was (an der Kasse) schiefgehen kann, wird auch schiefgehen“. Selbst für den Fall, dass Konzepte wie Amazons „Just walk out“-Supermarkt („Amazon Go“) das leidige Thema tatsächlich beseitigen, steht komfortablem Einkaufen jedoch ein weiteres gewichtiges Problem entgegen: Das Schleppen der Einkaufssackerl! Vertraut man nämlich den Angaben der Lebensmittelindustrie, so haben durchschnittliche Österreicher*innen järhlich eine schwere Last zu tragen: Die im Schnitt verzehrten 113 Kilo Gemüse, 63 Kilo Fleisch und 71 Kilogramm Obst müssen schließlich aus den Regalen erst irgendwie zum eigenen Gefrierschrank gelangen5. Last but not least sei an dieser Stelle noch ein weiterer, für berufstätige Menschen besonders neuralgischer Punkt beim wöchentlichen Einkauf erwähnt: Die natürlich stets für den aktuellen Moment unpassenden Öffnungszeiten. Sogar das bekannte Lifestylemagazin Vice hat sich in einem humoristischen Artikel – und sogar mithilfe mathematischer Berechnungen – diesem Phänomen angenähert und letzten Endes kapitulierend festgestellt: Je weniger Zeit du hast, desto mehr ist die Welt gegen dich – besonders im Supermarkt6

Die steigende Beliebtheit von Lebensmittel-Lieferservices

Ein klarer Nutznießer dieser Situation ist der Online-Handel (E-Commerce). Jene elektronische Form des Ein-und Verkaufsvorgangs wächst in Österreich rund achtmal so schnell, wie der stationäre Handel und setzt damit alteingesessene Strukturen unter Druck7. Aber obwohl sich demgemäß eine steigende Akzeptanz des digitalen Wocheneinkaufs bemerkbar macht, ist der schnelle Klick zur Lebensmittellieferung in anderen Ländern bereits deutlich mehr im Alltag verankert: So konnten Passant*innen in Seouls U-Bahnbereich bereits vor einigen Jahren das Konzept rein internetbasierter Supermärkte testen8. Auch aus der Perspektive ökonomischer Forschung ist „E-Food“ – dank einfacher Bestellvorgänge und kurzer Lieferzeiten –  zur treibenden Kraft in der Umstrukturierung des Handels aufgestiegen: Bis 2030 werde man sogar 30 Prozent des gesamten Marktanteils dem Onlinehandels zurechnen können9. Diverse Zustellvarianten für die berühmte „letzte Meile“, wie elektrische Lastenräder, Roboter oder Drohnen, scheinen in der Folge zwar utopisch, sind aus der modernen Stadtplanung allerdings längst nicht mehr wegzudenken10.

Coronakrise als Boom für Online Supermärkte

Die durch das Coronavirus ausgelöste Situation im vergangenen Frühjahr hat eine Sache jedenfalls eindeutig gezeigt: „Food ist einer der am heftigsten betroffenen Märkte in der Coronakrise. Zugleich zeigt sich die Krise in einigen Fällen als Beschleuniger von Entwicklungen, beispielsweise im Bereich Delivery mit Online-Bestellung und -Bezahlung“11. Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit, Restaurantschließungen und das verpflichtende Maskentragen beim Einkaufen habe –  laut der Wiener Expertin für Food-Trends, Hanni Rützler – dafür gesorgt, dass die Österreicher*innen ihre Mahlzeiten vermehrt wieder in der eigenen Küche zubereiten (#homecooking). Statt erlebnisorientierter Gastronomie stünden nun die Faktoren Hygiene und Sicherheit an vorderster Stelle, was den öffentlichen Fokus jetzt auf eine gesicherte, qualitative Grundversorgung lenkt12. Eine Umfrage der Agrarmarkt Austria von April 2020 bestätigt diese Annahme: Mehr als die Hälfte aller Befragten gab hier an, seit Beginn der Coronakrise seltener in den Supermarkt zu gehen - sehr zugunsten von Ab-Hof-Verkaufsstellen und Online-Lebensmittelhändlern13.

markta machts anders!

Wir haben schon vor der Krise die Zeichen der Zeit erkannt und alles auf einen bequemen, digitalen Zugang zu regionalen Lebensmitteln gesetzt. Bei markta gibt es keine örtliche Gebundenheit und keine Öffnungszeiten – oder anders gesagt: Bestellen ist jederzeit und von überall aus möglich! Wenn es der Alltag also nicht anders zulässt, kannst du deinen wöchentlichen Einkauf sogar spätnachts (und das ganz ohne Gesichtsmaske!) tätigen. Die abgeschickte Bestellung wird dann von unserem internen Warenwirtschaftssystem registriert und an das Packteam im 9. Bezirk weitergeleitet. Nachdem die Lebensmittel dort sorgfältig in markta Kartons verpackt wurden, holt ein Lieferdienst dein Paket ab und bringt es – dank Dämmmaterialien gut gekühlt – bis direkt vor deine Haustüre. Du sparst dir also nicht nur das Drängeln und Anstehen vor der Supermarktkasse, sondern auch das lästige Tragen schwerer Einkaufssäcke! Und wenn du einmal in der Arbeit festsitzt oder noch im Park spazieren bist, wenn dein Paket gerade eintrifft – keine Sorge, es wartet direkt vor deiner Haustüre auf dich! Zu guter Letzt sei an dieser Stelle auf eine besondere Freude hingewiesen, die alle markta Stammkund*innen bestens kennen: Es ist nur allzu schnell vergessen, welche regionalen Schmankerln man sich in den Warenkorb gelegt hat – und wenn das markta Paket anschließend auf der Türmatte steht, ist das immer ein bisschen wie Geburtstag und Weihnachten zusammen!

Quellenangaben:

1 DiePresse, 2008: https://www.diepresse.com/418981/zweite-kasse-bitte-deutsche-supermarkte-als-geduldsprobe

2 Ixtenso, 2016: https://ixtenso.de/technologie/57-tausend-jahre-schlange-stehen-deutschland-ist-europameister-im-warten.html

3 Handelszeitung, 2017: https://www.handelszeitung.at/handelszeitung/kassenzone-wenn-minuten-zu-gefuehlten-stunden-werden-147971

4 Redaktionsnetzwerk Deutschland, 2020: https://www.rnd.de/wirtschaft/edeka-testet-einsatz-von-smarten-einkaufswagen-wie-funktionieren-sie-3QTC7XBCV5D2TCHQH52LUHZTDQ.html

5 Österreich isst informiert, 2019: https://www.oesterreich-isst-informiert.at/industrie/lebensmittelkonsum-so-isst-oesterreich/

6 Vice, 2017: https://www.vice.com/de/article/xymxga/die-welt-ist-immer-gegen-dich-wie-du-weniger-zeit-an-der-supermarktkasse-verbringst-1

7 DerStandard, 2019: https://www.derstandard.de/story/2000102697659/handel-sucht-in-laengeren-oeffnungszeiten-einen-rettungsanker

8 Handelszeitung, 2017: wie oben

9 DerStandard, 2016: https://www.derstandard.at/story/2000047400748/online-shopping-der-supermarkt-zu-hause

10 Welt, 2015: https://www.welt.de/wirtschaft/article148069948/Wal-Mart-testet-Lebensmittel-Lieferung-per-Drohne.html

11 FoodReport 2021, S.6

12 ebenda, S. 7f

13 Kurier, 2020: https://kurier.at/wirtschaft/lebensmittel-so-hat-corona-das-einkaufen-veraendert/400814087